Geflüchteten Jugendlichen, die neu in Deutschland angekommen sind und daher am Rande der Gesellschaft leben wird mit demTheaterprojekt „Grenzenlos“ die Möglichkeit zum Selfempowerment gegeben. Erfahrungen wie die des Zurücklassens der eigenen Familie, die zum Großteil gewaltvolle und traumatisierende Flucht und nicht zuletzt eine ungewisse Zukunft aufgrund des ungeklärten Aufenthaltsstatus sind die Realität dieser Jugendlichen. 

In diesem Theaterprojekt können diese Ohnmachtsgefühle für eine Zeit überwunden und so die Gestaltungsspielräume erweitert werden. Das Projekt fördert zudem den Kontakt zwischen hier aufgewachsenen Jugendlichen und den neu Eingetroffenen.

Der spielerische Ansatz bringt Schüler*innen zusammen mit Jugendlichen, die zum Teil die Schule nur bis zur Grundschule in ihren Heimatländern besuchen konnten. Die geflüchteten Jugendlichen finden gemeinsam mit Schüler*innen aus dem Münchner Norden in mehrmonatigen Theaterworkshops heraus, welche Neigungen und Talente in ihnen stecken, zu welchen Gefühls- äußerungen sie bereit sind, was sie bewegt, wohin ihre Reise gehen soll. In diesem Kontakt entsteht die wohl wichtigste Kompetenz für ein demokratisches Miteinander: Empathie. 

So wachsen die jungen Menschen in der Gruppe und für sich – eine Erfahrung, die sie mit in ihr weiteres Leben nehmen. Das gemeinsame Theaterspielen – jenseits von verbalen Barrieren – und das Entwickeln eines gemeinsamen Stücks sind die Ziele, die „Theater Grenzenlos“ verfolgt. 

 

Theater Grenzenlos e.V. kooperiert mit der Mohr-Villa Freimann e.V.