ORIENT CONNECTION

Leistung, Optimierung, Produktivität – wer heutzutage diese Kriterien nicht erfüllt, rutscht schnell an den Rand der Gesellschaft. Was das bedeutet, wissen die Bewohner eines Altenheimes meist sehr genau: Unbeachtet von der Welt fristen sie ihren Lebensabend zwischen tristen Gesellschaftsspielen, Einsamkeit und dem Warten auf den nächsten Verwandtenbesuch. Ganz ähnliche Erfahrungen machen viele junge Geflüchtete, die ebenso unter sozialer Isolation, Heimatverlust und dem Warten auf den nächsten Behördenbescheid leiden.

In der Stückentwicklung „Orient Connection“ möchten wir in poetischen Bildern von einer Begegnung dieser beiden Randgruppen erzählen. Neben das Altenstift St. Andreas zieht eine WG junger Geflüchteter, was zunächst zu Irritationen und Konflikten führt. Doch über die Liebe zu Musik und Tanz, die den eigenbrötlerischen Altenheimbewohner Anton und den aus Afghanistan geflüchteten jungen Mann Hakim verbindet, beginnt eine behutsame Annäherung zwischen den verschiedenen Kulturen und Generationen. Bis beide Seiten schließlich feststellen: Zusammen ist man weniger allein.

Spielzeit: wieder ab 20. Sept - 6. Okt. 2019 (9 Aufführungen)

Regie: Viktor Schenkel

Dramaturgie, Regieassistenz: Ruth Zapf

„Orient Connection“ im BR-Fernsehen, Interkulturmagazin „Puzzle"

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NEULAND

 

Da Europa im Theaterstück Heimatlose nicht mehr aufnimmt, verschlägt es einige von diesen, die ohne Orientierung über die Meere treiben, nach Niemandsland, wo sie sich ratlos um­blicken und zuletzt beschließen, einen eigenen Staat zu gründen: NEULAND.

Spielzeit: Juni, Juli, Oktober 2018

Regie: Viktor Schenkel

Assistenz: Monika Weissenberger

 
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UNTERM SPRUNG
 
Die Vergangenheit lastet schwer. Aus ihr in die Zukunft spielen sich junge Geflüchtete aus Afghanistan, Syrien, Irak, Eritrea und Somalia gemeinsam mit Münchner Schülerinnen, werfen ihre Schattenspiele voraus, hantieren mit Masken und tanzen sich ihren Weg ins Freie. Denn „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“, wie schon Karl Valentin sagte, also ist „Begegnung“ die Losung.
 
Auf der Bühne entwerfen die Jugendlichen ihre zweite Chance. Ein Schritt zur Rampe, ein Kniefall, eine Ausweichbewegung, ein Schrei, ein Flüstern: alles ist hier noch widerrufbar und sagt ihnen doch, wie es um sie steht, was vielleicht falsch ist, was besser werden sollte. Noch agieren sie ins Ungefähre, doch kann es durchaus schon ein Tasten in die eigene Zukunft sein.
Spielzeit: Juli, Oktober, Dez. 2017
Regie: Viktor Schenkel
Assistenz: Monika Weissenberger
 
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GRENZENLOS
 
Dies sind die Geschichten von Hakim, dessen Vater eines Tages verschwand, von Amra, deren Eltern vor dem Krieg flohen, von Daniel, der seine Geschichte lieber nicht erzählen möchte, von Jolie, deren Eltern seit über 30 Jahren nicht mehr in ihren Heimatländern waren, von Judy, deren Großmutter einst mit der Mutter von der DDR in die BRD ausreiste, von Mohammed, dessen Hände zittern, wenn er von seiner Flucht spricht, von Nasra, die in der Türkei schwerste Arbeit leisten musste, von Nazif, der seine Freunde hat sterben sehen, und von Wegen, der von Eritrea bis nach Deutschland mehr als ein halbes Jahr brauchte. 
 
Es ist egal, welche Sprache wir sprechen, welche Haut wir tragen, welches Alter oder Geschlecht. Wir erzählen eine Geschichte mit vielen Facetten auf vielen verschiedenen Sprachen. Wir können uns ohne Worte verstehen. Wir sind mehr als unsere Geschichten. Wir wachsen über unsere Geschichte hinaus – wie Bäume im Wind. 
Spielzeit: Mai - Juli 2016
Regie: Viktor Schenkel
Assistenz: Sara Magdalena Schüller