Sonnensamen

Vom Säen und Wiederauferstehen in dunklen Zeiten

Unsere Welt steht Kopf. Die Zukunft ängstigt und ist beklemmend unklar. Im Unklaren tappen, irren, gehen, tänzeln zwei Gruppen über die Bühne: Neue und alteingesessene Familien. Sie begegnen sich. Wie stehen sie zueinander? Können sie wenigstens über diesen Garten, in dem sie sich befinden, etwas Klarheit im Unklaren gewinnen?

Die Jüngeren begegnen sich neugierig, freunden sich an. Die Älteren, verrannt in die Muster der jeweils eigenen Kultur und Denkweisen, stehen den Annäherungen skeptisch gegenüber. Eine Klarheit, eine Starre.

So bewegen sich die beiden Gruppen in tänzelnder, schlafwandlerischer Choreographie, auf der Suche nach Sicherheit
in eine unbekannte Zukunft. Sie versuchen ihre Masken zu wahren, finden sich im Vagen. Wie geht es weiter? Sie halten fest und lassen los, erleben das Einstürzen von Vertrautem und suchen nach neuen Formen, neuen Sprachen, neuen Wegen.

Eine Sonnenblume als Geschenk weckt neue Inspiration. Mit ihrer üppigen, kernreichen Blütenkrone strahlt sie neue Hoffnung, neue Lebenskraft aus. Es steigen gute Gedanken auf: Gedanken vom Säen, Sprießen, Wiederauferstehen, Gedanken an ein neues Leben, an ein Wachsen über eigene Grenzen und Vorurteile hinweg. Unerwartetes keimt und spendet Trost und öffnet neue Welten.

 

Spielzeit: 28. Juli bis 28. August 2022
immer 20.30 Uhr
Ort: Kulturzentrum Mohr-Villa

Eintritt: 15,- €, ermäßigt 9,- €
Geflüchtete, Sozialgeld Beziehende: frei

Regie: Viktor Schenkel
Assistenz: Clara Hanae Tolle